Cloud-Kosten in Österreich senken: FinOps Best Practices für 2025

Cloud-Kosten in Österreich senken: FinOps Best Practices für 2025

31. Oktober 2025
13 Min. Lesezeit
HTD Solutions
Cloud CostsFinOpsAWSAzureGoogle CloudAustria
Cloud-Kostenoptimierungs-Dashboard mit AWS-, Azure- und Google-Cloud-Ausgaben-Analyse, FinOps-Strategien und Kosteneinsparungs-Möglichkeiten für österreichische Unternehmen 2025

Cloud-Kostenoptimierungs-Dashboard mit AWS-, Azure- und Google-Cloud-Ausgaben-Analyse, FinOps-Strategien und Kosteneinsparungs-Möglichkeiten für österreichische Unternehmen 2025

Wenn Ihre AWS-, Azure- oder GCP-Rechnung in Österreich schneller wächst als der Umsatz, ist dies Ihr Leitfaden zu schnellen Einsparungen. Im Folgenden finden Sie 12 wirkungsvolle Hebel – mit konkreten Zahlenbeispielen und einem Österreich-Fokus (Datenresidenz, Regionen, USt), die Sie diese Woche umsetzen können.

Die meisten österreichischen KMU geben 25–55% zu viel für Cloud-Infrastruktur aus, ohne es zu merken. Die Lösung? Sechs bewährte Taktiken, die Sie diese Woche umsetzen können.

Cloud-Ausgaben sind eine Geschäftsentscheidung, kein Entwickler-Hobby. Behandeln Sie sie wie Ihre Marge.

Kurzantwort

1

Schnelle Erfolge

Kapazitätsanpassung, Abschaltung außer Betriebszeiten, Storage-Tiering, Commitments (SPs/Reservations/CUDs), Spot/Preemptible, Log-/Egress-Kontrolle

2

Typische Einsparung

25–55% kombinierte Ersparnis innerhalb von 30–60 Tagen bei mittelgroßen Umgebungen

3

Österreich-Region

Azure Austria East (Wien) jetzt verfügbar für lokale Datenresidenz; AWS/GCP nutzen Frankfurt/Zürich/Niederlande

Fazit

Die meisten österreichischen KMU geben 25–55% zu viel für Cloud aus. Die 12 schnellen Hebel: Rightsizing (15–40% Einsparung), Reserved Instances (bis 72% Rabatt), Auto-Scaling, verwaiste Ressourcen löschen, Storage-Lifecycle-Policies, günstigere Regionen, CDN, Datenbank-Optimierung. Start mit Billing-Analyse, dann Top-3-Verschwendungsbereiche angehen. Typische Amortisation: sofort. Nutzen Sie Azure Austria East (Wien) für lokale Datenresidenz.

Die 12 schnellen Hebel

1. Kapazitätsanpassung von VMs und Containern

Was es ist: Instanzgrößen an p95 CPU/RAM ausrichten.

Beispiel: Wenn 30 % der Flotte mit einer CPU-Auslastung von höchstens 25 % laufen, lässt sich durch eine Größenanpassung in der Regel eine Einsparung von 20–40 % pro Knoten erzielen.

2. Abschalten außerhalb der Bürozeiten (Non-Prod)

Was es ist: Dev/Test nachts + Wochenende aus.

Beispiel: Nur Mo–Fr, 09:00–18:00 → 55/168 Std aktiv → ~67% potenzielle Ersparnis für diese Umgebungen.

3. Nutzungs-Commitments (SPs/Reservations/CUDs)

Was es ist: AWS/Azure bis 72%, GCP CUDs ~46–57% ggü. On-Demand.

Beispiel: Mit 30–50% des stabilen Baselines starten, monatlich nachpassen.

4. Spot/Preemptible einsetzen

Was es ist: Unterbrechbare VMs für CI/Batch/stateless Dienste.

Beispiel: Bis 90% Rabatt möglich.

5. ARM-Plattformen nutzen

Was es ist: Von x86 auf Graviton (AWS), Ampere (Azure) oder Tau T2A (GCP) migrieren.

Beispiel: ~40–50% besseres Preis-/Leistungsverhältnis bei Scale-out-Workloads.

6. Storage-Tiering & Lifecycle

Was es ist: Selten genutzte Daten in kühlere Tiers verschieben (S3 Standard-IA/Glacier, Azure Cool/Archive, GCS Nearline/Coldline/Archive).

Beispiel: 50–90% geringere Speicher-Kosten; Abrufkosten beachten.

7. Egress & Cross-Region-Traffic reduzieren

Was es ist: Dienste co-lokal halten, CDN vorschalten, geschwätzige Cross-AZ/Region-Muster vermeiden.

Beispiel: Spart regelmäßig vierstellige €/Monat bei verteilten Architekturen.

8. Managed Datenbanken verkleinern & richtig lizenzieren

Was es ist: Instanzgrößen, IOPS/Throughput, Replikate prüfen; Serverless/Autoscale nutzen.

Beispiel: 15–40% üblich ohne Funktionsverlust.

9. Leichen im Keller entsorgen

Was es ist: Idle Load Balancer, ungenutzte IPs, verwaiste Disks/Snapshots aufräumen.

Beispiel: 5–10% Gesamtersparnis sind keine Seltenheit.

10. Logging/Monitoring mit Retention-Politik

Was es ist: Aufbewahrung begrenzen (z. B. 30–90 Tage), High-Cardinality-Metriken sampeln.

Beispiel: 20–60% weniger Observability-Kosten.

11. Autoscaling an SLOs koppeln

Was es ist: Auf p95-Latenz/SLO skalieren, nicht nur CPU; Predictive Scaling dort, wo Muster stabil sind.

Beispiel: 15–35% bei Lastspitzen.

12. FinOps-Leitplanken & Kostenverantwortung

Was es ist: Budgets, Anomalie-Alarme, saubere Tags/Labels, Chargeback.

Beispiel: 10–15% dauerhafte Effekte durch Verhaltensänderung.

Österreich-spezifische Hinweise

Datenresidenz: Azure Austria East (Wien) ist mit drei AZs live; nutzen Sie es für niedrige Latenz, lokale Speicherung und Compliance-Anforderungen.

Nächstgelegene Regionen (wenn nicht Azure AT-East): AWS Frankfurt (eu-central-1); GCP Frankfurt/Zürich/Niederlande.

USt & Buchhaltung: Ausgaben nach Kostenstellen tracken für Vorsteuer und Audits; Nutzung mit präzisen SKUs exportieren.

Zwei Mini-Fallstudien

Fall A: Wien SaaS (AWS): 120 c5.large + RDS + S3

Maßnahmen: 35% Rightsizing, 40% Baseline in 1-Jahres-Compute-SPs, Spot für CI, S3 IA + Lifecycle.

Ergebnis: −41% gesamt in 6 Wochen (Compute −50%, Storage −28%).

Fall B: Salzburg Einzelhandel (Azure): VMSS + Azure SQL + Blob

Maßnahmen: Off-hours Dev/Test, 3-Jahres-RIs auf stabile API-Tier, Teile auf Ampere umstellen, Blob Cool/Archive, CDN.

Ergebnis: −38% gesamt in 8 Wochen.

Ein 7-Tage-Rollout-Plan

7-Tage-Cloud-Kosten-Optimierungsplan

Ein einfacher, fokussierter Plan für den Start diese Woche.

1

Org-Level-Budgets + Anomalie-Alarme aktivieren; Mindest-Tagging reparieren (env, app, owner).

2

VMs/AKS/EKS/GKE mit p95-Daten rightsizen.

3

Off-hours-Zeitpläne für Dev/Test aktivieren.

4

Storage-Lifecycle-Regeln; Logs >90 Tage ablaufen lassen.

5

30–50% der stabilen Baseline committen (1 Jahr).

6

Spot/Preemptible für CI/Batch pilotieren.

7

Idle-LBs/IPs/Disks entfernen; Kosten-Scorecard veröffentlichen.

Quellen

(FAQ) Häufig gestellte Fragen

Verpflichte dich nur zu deinem gemessenen Basisbedarf und lasse Spitzenlasten unverbindlich. Führe eine monatliche Neuausrichtung durch.
Für unterbrechbare Jobs sehr realistisch; Produktion braucht Unterbrechungs-Handling und Diversifizierung.
Hot→Cool sofort, Archive/Glacier mit Abruflatenz/-gebühren. Lifecycle gezielt einsetzen.
Preise sind regionsabhängig; Vorteile bei Latenz/Compliance gegen eventuellen Aufpreis abwägen.
Mit einem Audit beginnen: verwaiste Festplatten/Snapshots, ungenutzte Load Balancer/IPs, überdimensionierte RDS-/SQL-/VM-Instanzen, doppelte Backups und veraltete Logs. Typischerweise ergibt sich dadurch eine schnelle Reduktion von 5–15 %.
Tags beim Deploy erzwingen: env (prod/stage/dev), owner (Team/E-Mail), app (Service-Name), cost_center (Finanzcode), data_class (public/internal/confidential). Ressourcen ohne Tags blocken.
Meistens nicht. Egress, Duplikate, Tooling und Betriebsaufwand steigen. Besser: Single-Cloud mit Multi-AZ/Region für Resilienz; Multi-Cloud nur bei klaren Compliance- oder Vendor-Risk-Gründen.
Bei niedriger bzw. stark schwankender Last mit langen Leerlaufzeiten. Liegt die Auslastung >30–40% oder gibt es dauerhafte Concurrency, sind reservierte Container/VMs meistens günstiger pro Einheit.
Für jeden Service Baselines aus 30/90 Tagen erstellen, Saisonalität berücksichtigen, nur 30–50 % der stabilen Last fest zusagen und monatliche Anomalie-Alarme einrichten. Abweichungen wöchentlich überprüfen.

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